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Leistungs- und Gewerbeschau 2012: Auch wenn der Boden nicht immer nur „gülden“ ist.

Samstag, 29.09. 2012

Nicht nur auf Akademiker schauen – Handwerk hat Tradition und Handwerk hat Zukunft

Die im zweijährigen Turnus stattfindende Leistungs- und Gewerbeschau im Wieslocher Rathaus und auf dem Marktplatz bietet für die regionalen Betriebe ein Forum, sich zu präsentieren und für die Besucher die Möglichkeit sich zu informieren und fachspezifische Gespräche zu führen. In diesem Jahr waren 25 Handwerksfirme, Vereine und Dienstleister beteiligt.

Eröffnet wurde die Ausstellung von Rainer Göpferich, der sich als erstes bei Oberbürgermeister Franz Schaidhammer und den anwesenden Stadtratsmitgliedern bedankte, dass die „gute Stube“ der Stadt, bereits wiederholt für die Leistungsschau zur Verfügung gestellt wurde. Begrüßen konnte er auch Politprominenz wie den Landtagsabgeordneten Karl Klein (CDU), Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr (Grüne) und den Göppinger SPD-Landtagsabgeordneten und Mittelstandsbeauftragten Baden-Würt­tembergs, Peter Hofelich, der auf die Situation des Handwerks einging und die Probleme mittelständischer Unternehmen durch politisch bedingte Entscheidungen und den europäischen Zusammenschluss anriss.

Er betonte, dass gerade im Internet-Zeitalter der persönliche Kontakt wichtig sei. Vieles sei für den Mittelstand schwieriger geworden und stets hieße, sich auf Neues einzustellen. Neue Energieverordnungen, neue Tech­niken und vieles mehr.

Es sei das Bemühen der Landesregierung zu unterstützen und zu fördern, auch bei Existenzgründungen oder Übernahmen. Man dürfe nicht nur auf Akademiker schauen. Für Berufsanfänger seien Ausbildungsbotschafter im Einsatz, die bereits an den Schulen über die Möglichkeiten und Vielfalt ihres Berufes berichten, und dies aus der Sichtweise eines Jugendlichen. Auch die Bestrebungen das duale Ausbildungssystem europaweit zu etablieren, sei ein Anliegen der Regierung. Ebenso gäbe es Innovationsgutscheine für Unternehmen. Regierung und Opposition im Lande seien bestrebt gute Vorraussetzungen für die Anstregungen des Mittelstandes zu schaffen.

Oberbürgermeister Franz Schaidhammer begrüßte die Gäste und Aussteller hocherfreut, da sie doch das Rathaus an zwei Tagen mit sonst ungewohntem Leben erfüllten. Auch sei er nicht Gastgeber wie üblich, sondern Gast und sah die Veranstaltung als Bereicherung an, zu zeigen, was Wieslocher Unternehmen zu bieten haben. Auch er ging auf die vielfältigen Bestimmungen ein, die ein ständiges Umdenken und Neuorganisieren von Firmenstrukturen und eine fortwährende Weiterentwicklung unabdingbar machten, um bestehen zu können.

Rainer Göpferich vom Handwerk- und Gewerbeverein dankte den Ausstellern, die neben ihrem laufenden Betrieb keine Mühen gescheut hatten sich repräsentativ darzustellen. Auch im Außenbereich wurde zum Teil „Schwerwiegendes“ aufgefahren. Seien es die Motorräder von Heger oder die Tonnen von Steinen der Gartengestaltung Holfelder, die für die kreative Gestaltung des Marktplatzes benötigt wurden. Nach dem offiziellen Teil und einem Rundgang durch die Ausstellung hatte die Firma Dombrowski Massivhaus zu einem zünftigen Weißwurstessen eingeladen. Gut gestärkt konnten so bereits am Samstag zahlreiche Besucher empfangen und beraten werden, die an dem vielfältigen Spektrum der einzelnen Betriebe reges Interesse zeigten.

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